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Migräne & Ernährung: Welches Essen hilft bei Migräne?

Migräne betrifft Frauen deutlich häufiger als Männer – hormonelle Schwankungen, Stress und Lebensstil spielen dabei eine große Rolle. Neben Medikamenten fragen sich viele Betroffene: Welches Essen hilft bei Migräne?

 

-> Die gute Nachricht: Ernährung kann Migräne zwar nicht heilen, aber sie kann Häufigkeit und Intensität der Attacken positiv beeinflussen. In diesem Artikel erfährst du, welche Lebensmittel bei Migräne unterstützend wirken können, welche eher als Trigger gelten und wie du deine Ernährung migränefreundlich gestalten kannst.

Wie beeinflusst Ernährung Migräne?

Schon länger ist bekannt, dass ausgelassene Mahlzeiten Migräne-Anfälle triggern können und dass eine ausgewogene und regelmäßige Ernährung bei Migräne helfen kann.

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, bei der Entzündungsprozesse, Nervenbotenstoffe und die Energieversorgung des Gehirns eine Rolle spielen. Bestimmte Nährstoffe können:

  • Entzündungen reduzieren
  • den Blutzuckerspiegel stabilisieren
  • die Nervenfunktion unterstützen
  • Stressreaktionen im Körper abmildern

Unregelmäßiges Essen, starke Blutzuckerschwankungen oder Nährstoffmängel können dagegen Migräneattacken begünstigen.

Welches Essen hilft bei Migräne?

1) Magnesiumreiche Lebensmitteln

Magnesiummangel wird häufig mit Migräne in Verbindung gebracht, besonders bei Frauen.

Gute Magnesiumquellen:

  • Grünes Blattgemüse (Spinat, Mangold)
  • Haferflocken
  • Nüsse und Samen (Mandeln, Kürbiskerne)
  • Hülsenfrüchte
  • Vollkornprodukte

💡 Tipp: Regelmäßige kleine Portionen sind oft besser verträglich als große Mengen auf einmal.

2) Omega-3-Fettsäuren gegen Entzündungen

Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend und können die Migränehäufigkeit reduzieren.

Besonders hilfreich sind:

  • Lachs, Makrele, Hering, Kabelau
  • Leinsamen, Hanfamen und Chiasamen
  • Walnüss, Macadamianüsse
  • Hochwertiges Lein- oder Algenöl

3) Komplexe Kohelnhydrate für stabilen Blutzucker

Ein schwankender Blutzuckerspiegel ist ein häufiger Migränetrigger. Komplexe Kohlenhydrate liefern gleichmäßig Energie.

Migränefreundliche Optionen:

  • Vollkornreis
  • Quinoa
  • Süßkartoffeln
  • Hafer

 ❗ Vermeide stark verarbeitete Zuckerprodukte, besonders auf nüchternen Magen.

4) Vitamin-b-reiche Nahrungsmitteln

B-Vitamine unterstützen das Nervensystem und den Energiestoffwechsel.

Gute Quellen:

  • Eier
  • Hülsenfrüchte
  • Avocado
  • Vollkornprodukte
  • Grünes Gemüse

5) Wasser und elekrtolytreiche Getränke

Dehydrierung ist einer der häufigsten Auslöser für Kopfschmerzen und Migräne.

Trinke regelmäßig

  • Wasser
  • Ungesüßte Kräutertees sind gut geeignet
  • Bei starkem Schwitzen können elektrolytreiche Getränke helfen

Lebensmittel, die Migräne auslösen können

Nicht jede reagiert gleich – dennoch gelten diese Lebensmittel häufig als Trigger:

📓 Tipp: Ein Migräne- und Ernährungstagebuch hilft, persönliche Trigger zu erkennen.

Migräne & Hormone: Besonderheiten für Frauen

Viele Frauen leiden unter menstrueller Migräne. In dieser Phase kann eine besonders nährstoffreiche, entzündungshemmende Ernährung unterstützen:

 

Studien zu Omega-3-Fettsäuren

Diäten mit einem deutlich gesteigerten Anteil von Omega-3-Fettsäuren haben in randomisierten Studie (1) sowie eine Meta-Analyse mit 40 Einzelstudien (2) bei Migränepatienten die Zahl der monatlichen Kopfschmerztage gesenkt und die Dauer der Episoden verkürzt. In einer Einzelstudie – in Kombination mit Curcumin – wurden noch überzeugendere Effekte erzielt.

Eine kürzlich erschienene Studie des National Institute on Aging und der University of North Carolina hat gezeigt, dass eine Omega-3-reiche Ernährung die Häufigkeit und Intensität der mit Migräneanfällen verbundenen Kopfschmerzen deutlich verringern kann. Dieser Effekt wurde sogar noch verstärkt, wenn die Aufnahme von Omega-6-Fettsäuren reduziert wurde, da diese einen gegenteiligen Effekt haben (1).

Omega-3-Ernährung

Es gibt also viele Möglichkeiten, diese wohltuenden Fettsäuren in die Ernährung einzubauen. Ein besonderer Tipp ist, Omega-6-Fettsäuren zu reduzieren (Sonnenblumenöl, Chips, Tiefkühlpizza und weitere Fertigprodukte) und stattdessen folgende Omega-3-Quellen zu erhöhen: 

  • Rapsöl, Kokosöl oder Olivenöl zum Braten verwenden (kein Sonnenblumenöl)
  • Leinöl, Olivenöl, Chia-, Walnuss- oder Hanföl für die kalte Küche (Salate) 
  • Leinsaat, Hanfsaat, Chiasamen, Macadamianüsse, Walnüsse in die Ernährung integrieren
  • täglich Gemüse wie Grünkohl, Spinat, Rosenkohl, Blumenkohl, Mangold, Zucchini, Lauch, Chinakohl etc. essen
  • Früchte wie Blaubeeren, Mango und Galia Melone enthalten Omega-3
  • Getreidesorten wie wilder Reis, Roggen, Quinoa oder Hirse

 

Auch wenn in der neuen Studie nur Lebensmittel untersucht wurden, gibt es darüber hinaus Nahrungsergänzungsmittel, die für die ausreichende Zufuhr von Omega-3 durchaus hilfreich sein können.

Fazit: Ernährung als Baustein der Migräneprävention

Die Frage „Welches Essen hilft bei Migräne?“ lässt sich nicht mit einem einzelnen Lebensmittel beantworten. Entscheidend ist eine ausgewogene, regelmäßige und entzündungsarme Ernährung, die den weiblichen Körper und das Nervensystem unterstützt.

Jede Frau ist individuell – höre auf deinen Körper, beobachte Zusammenhänge und gib Veränderungen Zeit.

 

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei häufigen oder schweren Migräneattacken solltest du medizinischen Rat einholen.

Rezept: Migränefreundliche Lachs-Quinoa-Bowl 🥗

Hier ist ein einfaches, alltagstaugliches Rezept, das viele migränefreundliche Nährstoffe kombiniert (Magnesium, Omega-3, komplexe Kohlenhydrate, entzündungshemmend).

 

Warum dieses Rezept helfen kann:

  • Omega-3-Fettsäuren aus Lachs → entzündungshemmend
  • Magnesium & B-Vitamine aus Quinoa und Spinat → unterstützen Nerven & Muskeln
  • Stabiler Blutzucker → weniger Migränetrigger
  • Leicht verdaulich und hormonfreundlich

Zutaten (1 Portion):

  • 60 g Quinoa (ungekocht)
  • 100–120 g Lachsfilet (alternativ: Kichererbsen für vegetarisch)
  • 1 Handvoll frischer Spinat
  • ½ Avocado
  • 1 kleine Süßkartoffel
  • 1 EL Olivenöl oder Leinöl
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz, Pfeffer optional: Kurkuma & frische Kräuter

Zubereitung:

  1. Quinoa heiß abspülen und nach Packungsanleitung garen.
  2. Süßkartoffel würfeln und im Ofen (200 °C, ca. 20 Min.) oder in der Pfanne weich garen.
  3. Lachs sanft in der Pfanne mit etwas Olivenöl braten oder im Ofen garziehen lassen.
  4. Spinat kurz zusammenfallen lassen (oder roh verwenden, wenn gut verträglich).
  5. Alles in einer Schüssel anrichten,Avocado in Scheiben schneiden.
  6. Mit Zitronensaft, Öl und Gewürzen abschmecken.

Extra-Tipps bei Migräne

  • Iss die Bowl regelmäßig und nicht erst bei starkem Hunger
  • Trinke dazu ein großes Glas Wasser oder milden Kräutertee
  • Wenn du empfindlich bist: Knoblauch, Chili oder Zwiebeln weglassen

Variante für akute Migränetage, wenn dir schlecht ist oder du wenig Appetit hast:

  • Lachs durch gedämpften Reis + Avocado ersetzen
  • sehr mild würzen
  • kleine Portionen essen

Rezept-Download:

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Zyklusbowl gegen Migräne
Hier ist dein Bonus-Rezept, das du je nach Zyklusphase individuell anpassen kannst.
Zyklusbowl gegen Migräne.pdf
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