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Hormone der Wechseljahre - Glück

Bist Du glücklich? Manchmal antworten wir ehrlich und vielleicht manchmal unehrlich auf diese Frage. Unsere Hormone sprechen jedoch die Wahrheit und eines unserer Glückshormone steigt.🪷
Glücklich macht uns ein Erlebnis, eine Umarmung, gutes Essen, Sex, eine Massage, Sport - ein Spaziergang, ein vollendetes Projekt oder vielleicht auch eine schöne Blume in unserem Garten. Auch Alkohol und Drogen machen glücklich -das jedoch ist ein anderes "glücklich"!

Dopamin oder Oxytocin - das ist die große Frage.

Wer hats erfunden? Die Dänen!

Glücklichsein wurde scheinbar in Skandinavien erfunden und nennt sich Hygge. Bei Hygge geht es um ungezwungene gemeinsame Zeit mit der Familie oder engen Freunden. Typischerweise findet dies zu Hause oder in der Natur statt, bei einem Picknick in den Sommermonaten oder vor dem warmen Kaminfeuer im Wohnzimmer im Winter. Es wird gemeinsam gegessen, Wein, Bier,☕️ heiße Schokolade oder Tee getrunken. Es gibt keinen festen Ablauf und keine Regeln. Man feiert die kleinen Freuden des Lebens oder diskutiert vielleicht auch tiefgründigere Themen. Es ist eine Gelegenheit, wo sich alle entspannen und die Dinge langsam angehen oder herunterfahren "Slow down". 

Was geschieht bei Hygge in unserem Körper?

Unser Körper reagiert auf diese Rituale mit der Ausschüttung des sogenannten "Kuschelhormons" Oxytocin

Dieses Wohlfühlhormon führt zu Gefühlen von Sicherheit, Geborgenheit und Verbundenheit und Vertrauen indem Stress reduziert wird, menschliche Bindungen vertieft werden und sich das Wohlbefinden langfristig steigert.

Spaß oder Freude?

Es gibt noch ein weiteres Hormon, das sich ähnlich anfühlt: Dopamin. Dopamin ist unser Spaßhormon und dient uns der Lernerfahrung. Wir empfinden einen Kick, ein kurzes Wohlfühlen oder Belohnung, und sind angeregt diesen Vorgang zu wiederholen. Eine erfolgreich absolvierte Prüfung fördert die Dopaminausschüttung mit der Idee solche Leistungen zu wiederholen. Leider verhält es sich ähnlich beim Glücksspiel und kann letztendlich zur Sucht führen. Die Aneinanderreihnung von kurzfristiger Belohnung "Spaß" mit gleichzeitig Mangel an Freude "Oxytocin", also wenig zwischenmenschlicher Nähe, führt zur Abhängigkeit von Tätigkeiten oder Substanzen.

Alltagsverhalten verschiebt sich zu gunsten des Konsums

Dopamin - das Problem des modernen Lebens. Unsere Gier nach Spaß.

Risikoreiche Auslöser für das Spaßhormons sind:

  • Suchtmittel: Drogen, Alkohol und Nikotin stimulieren das Dopaminsystem sehr stark.
  • Soziale Medien: Die Erwartung von Likes oder Benachrichtigungen kann kurzfristig Dopamin freisetzen und uns langfristig abstumpfen lassen.
  • Computerspiele
  • Glücksspiel: Ähnlich wie bei Drogen kann das Glücksspiel das Dopaminsystem intensiv aktivieren und zu nicht mehr kontrollierbarem Suchtverhalten führen.
  • Kaufsucht
  • Süchte rund um Nahrungsaufnahme wie die Ess-Sucht und Magersucht
  • Sexsucht
  • Hochleistungssucht zum Beispiel beim Sport

Ab dem Zeitpunkt, an dem man Kontakt und Zeit mit lieben Menschen vernachlässigt zu Gunsten des Suchinhalts benötigt es professionelle Hilfe. Da steckt man bereits zu tief in der Abhängigkeit von Dopamin-Kicks.

Spaß-Sucht

Der Ausdruck "Dopaminsucht" beschreibt, dass das Gehirn übermäßig auf Dopamin als Quelle für Glück reagiert, anstatt auf Oxytocin, das für soziale Bindung und Vertrauen wichtig ist. Während Dopamin durch Reize wie soziale Medien oder Zucker ausgeschüttet wird und ein Gefühl der Befriedigung erzeugt, fördert Oxytocin tiefe soziale Bindungen und reduziert Stress. Wenn die Dopamin-Ausschüttung zur Norm wird, kann dies neben Sucht zu einem Mangel an tieferen sozialen Beziehungen führen.

Kindheit mit Mangel an Oxytocin

Wer als Kind körperlich oder psychisch mißhandelt wurde, ist stärker suchtgefährdet. Jedoch auch der Mangel an Oxytocin, also mangelnde Geborgenheit und Vertrauen, wenig bis keine Berührung oder tiefe soziale Erfahrungen, können dazu führen, dass Oxytocin durch Dopaminkicks ersetzt wird.

Kindeheitstraumen können sehr vielfältig sein und je nach Ausgangssituation und Charakter reagiert der individuelle Mensch ganz unterschiedlich. Mobbing, Vernachlässigung, Trauer nach dem Tod eines geliebten Menschen, Scheidung der Eltern, Naturkatastrophen sowie eine Nahtoderfahrung sind Ereignisse, die dauerhafte Spuren hinterlassen können (1).

Dopamin-Sex oder Oxytocin-Sex?

Starke Stimulation der Genitalien, Härte, Gewalt und Drogen mit dem Ziel Orgasmus immer wieder zu erleben, sorgen nicht für tiefe dauerhafte Befriedigung. Hier ist der Dopaminkick im Vordergrund und muss somit immer öfter wiederholt werden. Auch die Befriedigung mit Hilfe von Pornografie gehört dazu. Solche Sexualität bleibt an der Oberfläche und die Person wird mit zunehmender Praxis derart abstumpfen, dass befriedigender Sex irgendwann nicht mehr möglich ist. Die Sexualpartner werden benutzt und oftmals müssen immer wildere Praktiken zur kurzfristigen Befriedigung gefunden werden.

Dopaminsucht als Problematik der Gesellschaft

Wenn das Gehirn zu sehr auf Dopamin reagiert, entsteht das Bedürfnis nach ständigen Reizen, die diese Substanz ausschütten. Die Belohnung hält nur kurzfristig an und mit zunehmender Aktivierung verlieren die zuständigen Rezeptoren, die diesen Reiz übertragen, ihre Empfindlichkeit und es bedarf immer öfter und intensivere Reize. Vergleichbar mit einer Insulinresistenz, die durch Nahrung entsteht.

Anstatt sich auf tiefe soziale Beziehungen zu konzentrieren, die durch Oxytocin gefördert werden, sucht man nach "schnellem" Dopamin, was zu Oberflächlichkeit in Beziehungen oder Verlust sämtlicher sozialen Kontakte führen kann. Es kommt weiter zur Veränderung des Verhaltens: Eine Dominanz von Dopamin kann zu risikobereiterem Verhalten führen, da die Anziehungskraft des Belohnungssystems stärker wird, während die Empathie, also Mitgefühl für Mitmenschen, abnimmt.

Sucht ist ...

 

  • Einsamkeit
  • Unsicherheit
  • mangelnder Selbstwert
  • mangelndes Selbstvertrauen

 

Die Lösung aller Sucht-Probleme

Selbst die Abhängigkeit, körperlich und psychisch, von eine der stärksten Drogen wie Kokain, wird mit sozialen Kontakten geheilt. Die Heilung der Dopaminsucht muss mit der Förderung von Oxytocin geschehen.

Im Tiermodell konnte die Innsbrucker Suchtforschung zeigen, dass sich drogensüchtige Ratten lieber in einem Raum aufhalten, in dem sie einen Artgenossen kennengelernt hatten, als in einer Kammer, in der ihnen ihre Droge Kokain verabreicht wurde (2) "Reversal of cocaine-conditioned place preference and  expression by social interaction in rats".

Wie mache ich mich lange und tief glücklich & zufrieden?

Belohne Dich nicht mit dem Konsum von Nahrung, Kleidung, Likes, Alkohol, Drogen, etc.

Freude kannst Du nicht kaufen, Spaß schon.

 

🍄Achtsamkeit: Im Moment leben und die eigenen Gedanken nicht zu ernst nehmen.
🍄Lebendigkeit: Sich trauen sich zu spüren, nur dann bist Du lebendig.
🍄Dankbarkeit: Es gibt so viel für das Du tagtäglich dankbar sein kannst, selbst an trüben Tagen.
🍄Werte: Die eigenen Werten erkennen und Entscheidungen an diesen orientieren.
🍄Beziehungen: Ein Mensch kann nur in Interaktion mit Mitmenschen, Tieren und der Natur exsistieren. Du bist frei, suche Dir Deine Bezugspersonen oder Tiere aus und distanziere Dich von denen, die Dir nicht gut tun.
🍄Erfahrungen: Jeder Tag bring neue Erfahrungen. Das Teilen von angenehmen und schwierigen Momente mit vertrauten Personen bringt tiefe Zufreidenheit.
🍄Gesundheit: Bewegung und gesunde Nahrung setzen Glückshormone frei  - so einfach.
🍄Sinn: Weshalb bin ich hier? Vielleicht nicht um die Welt zu retten, aber Ziele und eine Aufgabe zu haben, die  begeistern, steigern den eigenen Wert und damit die Glückshormone.

Lies weiter: Deine 16 Glücks-Tipps.