Das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) betrifft weltweit Millionen von Frauen und gehört zu den hĂ€ufigsten hormonellen Störungen im gebĂ€rfĂ€higen Alter. UnregelmĂ€Ăige Zyklen, hormonelle Schwankungen, Insulinresistenz und Schwierigkeiten beim Schwangerwerden sind typische Symptome.
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Neben klassischen Medikamenten wie Metformin interessieren sich immer mehr Frauen fĂŒr natĂŒrliche Pflanzenstoffe, die den Hormonhaushalt unterstĂŒtzen können. đżđ
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Eine aktuelle klinische Studie rĂŒckt dabei eine bekannte Heilpflanze in den Fokus: Lavendel đ. Doch wie wirksam ist Lavendel wirklich bei PCOS? Und kann auch Ă€therisches Lavendelöl, beispielsweise von doTERRA, Frauen mit Zyklusschwankungen unterstĂŒtzen?
Neuer Name PMOS
Der bisherige Name âPolyzystisches Ovarialsyndromâ legt nahe, dass sich an den Eierstöcken zahlreiche Zysten bilden -> doch das stimmt nicht:
- Eine aktuelle Studie hat per Ultraschall gezielt untersucht, wie hĂ€ufig Eierstockzysten bei Frauen mit und ohne PCOS bzw. PMOS vorkommen â und fand keinen Unterschied.
- Was man bei betroffenen Frauen im Ultraschall sehen kann, sind keine Zysten, sondern viele kleine, unreife EiblÀschen, sogenannte Follikel.
Die alte Bezeichnung den Blick auf ein einzelnes Organ, die Eierstöcke. Jedoch betrifft die Erkrankung nicht nur die Eierstöcke, sondern den gesamten Stoffwechsel und das Hormonsystem. Ebenfalls weit verbreitet ist die Annahme, dass Frauen mit PMOS nicht schwanger werden können. Auch das ist so pauschal nicht richtig: Untersuchungen zufolge findet bei knapp einem Drittel der betroffenen Frauen ein spontaner Eisprung statt â eine Schwangerschaft ist deshalb durchaus möglich.
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PMOS steht fĂŒr
- âPolyendokrinâ bedeutet, dass mehrere HormonkreislĂ€ufe gleichzeitig aus dem Gleichgewicht geraten nicht nur die Sexualhormone sondern zum Beispiel auch das Hormon Insulin, das den Blutzucker reguliert.
- âMetabolischâ bedeutet, dass der Stoffwechsel bei PMOS eine wichtige Rolle spielt: Rund 85 Prozent der betroffenen Frauen haben eine Insulinresistenz â ihre Körperzellen sprechen also schlechter auf Insulin an, was unter anderem Ăbergewicht und Diabetes begĂŒnstigt.
- âOvariellâ beschreibt die Funktionsstörung der Eierstöcke, ohne fĂ€lschlich die Bildung von Zysten zu unterstellen.
Studie: Lavendel vs. Metformin bei PCOS / PMOS
Eine randomisierte, doppelblinde klinische Studie mit 68 Frauen mit PCOS / PMOS untersuchte die Wirkung von Lavendel im Vergleich zum hÀufig eingesetzten Medikament Metformin.
đżđStudiendesig:
- 68 Frauen zwischen 18 und 45 Jahren
- Diagnose: PCOS nach den Rotterdam-Kriterien
- Dauer der Behandlung: 90 Tage
- Zwei Gruppen:Â
Lavendelextrakt: 250 mg zweimal tÀglich
Metformin: 500 mg dreimal tÀglich - Untersucht wurden insbesondere: Progesteronspiegel LÀnge des Menstruationszyklus.
Ergebnis der Studie: Lavendel zeigte Àhnliche Effekte wie Metformin
Die Ergebnisse sind bemerkenswert! Sowohl Lavendel als auch Metformin konnten:
- den Progesteronspiegel signifikant erhöhen
- den Menstruationszyklus verkĂŒrzen und regulieren
Der Progesteronspiegel stieg in beiden Gruppen deutlich an â ohne signifikanten Unterschied zwischen den Behandlungen.
Auch die ZykluslÀnge verbesserte sich:
- Lavendel: von durchschnittlich 56 auf 42 Tage
- Metformin: von 60 auf 50 Tage
Die Forschenden kommen zu dem Schluss: đżđLavendel könnte ein vielversprechender natĂŒrlicher Kandidat zur UnterstĂŒtzung bei PCOS / PMOS sein:
Weitere Studien mit gröĂeren Teilnehmerzahlen sind notwendig.
Warum Pflanzenstoffe bei PMOS interessant sind
Viele Frauen mit PMOS suchen ergĂ€nzende oder alternative AnsĂ€tze zur UnterstĂŒtzung ihres Hormonhaushalts. Pflanzenstoffe wie Lavendel đ enthalten bioaktive Verbindungen mit möglichen Effekten auf:
- InsulinsensitivitÀt
- EntzĂŒndungen
- oxidativen Stress
- Stresslevel und Schlaf
Studien zeigen, dass Lavendel antioxidative, entzĂŒndungshemmende und möglicherweise stoffwechselregulierende Eigenschaften besitzt. Gerade bei PCOS spielen diese Faktoren eine wichtige Rolle.
Nebenwirkungen: NatĂŒrlich bedeutet nicht automatisch nebenwirkungsfrei
Auch pflanzliche Stoffe können Nebenwirkungen haben. In der Studie traten bei wenigen Teilnehmerinnen unter Lavendel đżfolgende Beschwerden auf:
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Magenbeschwerden
Metformin wiederum ist bekannt fĂŒr Nebenwirkungen wie:
- Verdauungsprobleme
- Ăbelkeit
- Durchfall
- Bauchschmerzen
Deshalb ist es wichtig, jede Behandlung â auch mit pflanzlichen PrĂ€paraten â mit medizinischem Fachpersonal zu besprechen.
PMOS und Lavendelöl: Kann Aromatherapie den Zyklus unterstĂŒtzen?
Neben Lavendelextrakten rĂŒckt auch Ă€therisches Lavendelöl đ zunehmend in den Fokus ganzheitlicher AnsĂ€tze. Lavendelöl wird traditionell eingesetzt zur UnterstĂŒtzung von:
- Stressreduktion
- SchlafqualitÀt
- Entspannung des Nervensystems
Diese Faktoren sind relevant, denn chronischer Stress kann hormonelle Dysbalancen verstÀrken und den Zyklus beeinflussen. Viele Frauen nutzen daher Àtherisches Lavendelöl ergÀnzend, zum Beispiel:
- im Diffuser
- als Massageöl
- im Unterbauchbereich
- zur Entspannung vor dem Schlafen
Wie Ă€therisches Lavendelöl unterstĂŒtzend genutzt werden kann
Hochwertige Ă€therische Ăle wie das Lavendelöl von doTERRA oder Feeling werden hĂ€ufig im Rahmen von Aromatherapie-Routinen eingesetzt.
Mögliche Anwendungen:
- Entspannungsroutine am Abend: 2â3 Tropfen Lavendelöl im Diffuser können eine beruhigende AtmosphĂ€re schaffen und die SchlafqualitĂ€t verbessern. 1 Tropfen auf die FuĂsohle ist weniger intensiv und sehr wirkungsvoll.
- Zyklusbalance-Massage: 1â2 Tropfen Lavendelöl mit einem TrĂ€geröl (z. B. fraktioniertes Kokosöl) mischen und sanft im Unterbauch einmassieren.
- Stressreduktion im Alltag: Ein Tropfen Lavendel auf die HandflÀchen geben, verreiben und tief einatmen.
Wichtig: Ătherische Ăle sind keine medizinische Therapie, können aber Teil eines ganzheitlichen WohlfĂŒhl- und Stressmanagements sein.đ
Ganzheitlicher Ansatz bei PMOS
Ob mit Medikamenten oder natĂŒrlichen AnsĂ€tzen â PMOS lĂ€sst sich meist am besten durch eine Kombination aus mehreren Faktoren unterstĂŒtzen:
- ausgewogene ErnÀhrung
- insulinsensitive ErnÀhrung
- Bewegung
- Stressmanagement
- SchlafqualitÀt
- medizinische Betreuung
NatĂŒrliche Pflanzenstoffe wie Lavendel könnten dabei kĂŒnftig eine gröĂere Rolle spielen â besonders als ergĂ€nzende UnterstĂŒtzung.
Fazit
Die aktuelle klinische Studie zeigt, dass Lavendel in Bezug auf Progesteronspiegel und Zyklusregulation vergleichbare Effekte wie Metformin zeigen kann.
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WĂ€hrend weitere Forschung notwendig ist, unterstreichen die Ergebnisse das Potenzial von Pflanzenstoffen bei hormonellen Beschwerden wie PMOS.đ
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In Kombination mit einem gesunden Lebensstil und unterstĂŒtzenden Anwendungen â etwa Ă€therischem Lavendelöl â kann Lavendel ein interessanter Bestandteil eines ganzheitlichen PMOS-Managements sein.
Rezept: Lavendel Energballs
Wenn du Lavendel ganz praktisch in deinen Alltag integrieren möchtest, ist dieses Rezept ideal.
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Diese kleinen Energy-Balls sind vegan, glutenfrei, ohne raffinierten Zucker und in wenigen Minuten zubereitet. Die Kombination aus LavendelblĂŒten und einem Hauch Ă€therischem Lavendelöl sorgt fĂŒr ein besonderes Aroma und eine entspannende Note.
Tipp: Verwende nur hochwertiges, fĂŒr den Verzehr geeignetes Lavendelöl und dosiere es sehr sparsam â Ă€therische Ăle sind hochkonzentriert.
Warum dieses Rezept gut zu einem PMOS-freundlichen Lebensstil passt:
- Ballaststoffe aus Hafer unterstĂŒtzen einen stabilen Blutzuckerspiegel
- Gesunde Fette aus Mandeln und Kokosöl sorgen fĂŒr lĂ€nger anhaltende Energie
- NatĂŒrliche SĂŒĂe aus Datteln statt raffiniertem Zucker
- Lavendel bringt eine aromatische, entspannende Note in den Alltag
Diese Lavendel-Energy-Balls eignen sich perfekt als kleiner Snack, fĂŒr stressige Tage oder als gesunde SĂŒĂigkeit am Nachmittag.
đ Extra-Tipp: Du kannst die Kugeln auch wunderbar in eine kleine Self-Care-Routine integrieren â zum Beispiel mit einer Tasse KrĂ€utertee und einem Diffuser mit Lavendelöl fĂŒr einen entspannten Moment im Alltag.
Rezept: Lavendel-Chia-Pudding
Dieser Lavendel-Chia-Pudding ist ein wunderschöner, beruhigender Snack oder ein leichtes FrĂŒhstĂŒck. Er passt perfekt zu einem PMOS-freundlichen Lebensstil, da Chiasamen reich an Ballaststoffen und Omega-3-FettsĂ€uren sind und helfen können, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.
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Die feine Kombination aus LavendelblĂŒten und einem Hauch Lavendelöl sorgt fĂŒr ein besonderes Aroma und eine entspannende Note.
Wichtig: Verwende nur hochwertiges, fĂŒr den Verzehr geeignetes Ă€therisches Lavendelöl und dosiere es sehr sparsam.
Warum dieser Pudding gut zu PCOS passen kann:
- Chiasamen liefern Ballaststoffe und Omega-3-FettsÀuren
- gesunde Fette und Proteine sorgen fĂŒr lĂ€nger anhaltende SĂ€ttigung
- wenig Zucker unterstĂŒtzt einen stabilen Blutzuckerspiegel
- Lavendel bringt eine entspannende aromatische Note
Gerade bei hormonellen Schwankungen kann eine nÀhrstoffreiche, blutzuckerfreundliche ErnÀhrung eine wichtige Rolle spielen.
đ Tipp fĂŒr eine Self-Care-Routine: GenieĂe den Lavendel-Chia-Pudding morgens oder als Abend-Snack zusammen mit einer Tasse KrĂ€utertee â und schaffe dir einen kleinen Moment der Ruhe im Alltag.
Bezugs-Quelle Ă€therische Ăle:
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Quellen:
Randomisiert-kontrollierte Studie mit 68 PCOS-Patientinnen: Lavendel versus Metformin

